Landschaftsfotografie

Wanderung auf das Hornisch Eck – Gipfel mit Weitblick

Das Hornisch Eck ist Teil des Karnischen Hauptkamms, der entlang der Ländergrenze von Österreich und Italien führt. Ausgangspunkt für diese Wanderung ist ein kostenfreier Parkplatz in der Nähe der Festung Mitterberg, der von Sexten aus erreichbar ist.

Ich folgte zunächst auf einem breit ausgebauten Wanderweg der Beschilderung in Richtung der Seilbahnstation Stiergarten. Als der Weg eine steile Kehre machte, ging ich jedoch nach Nordosten weiter. Diesen Weg hatte ich in meiner Wanderapp gefunden und wollte ihn testen. Der Weg führt zunächst auf einem Forstweg weiter, bevor er an einer Lichtung zu einem kleineren, klassischen Trampelpfad wird.

Hier ist der Weg noch gut begehbar.

Im weiteren Verlauf wurde mir klar, dass dieser Weg nicht häufig verwendet wird. Er ist zunehmend zugewachsener und, als es durch ein lichteres Waldstück geht, auch größtenteils von Altholz blockiert. Kletternd habe ich die Hindernisse überschritten und fragte mich, wie ich den Weg im Dunkeln wohl wieder runterkommen würde. Geplant war es, den gleichen Weg zu nehmen, da es die Orientierung im Dunkeln erleichtert, wenn man den Weg schonmal im Hellen gesehen hat. Mir kamen auf diesem Abschnitt mehrere Mountainbiker entgegen, jedoch nicht fahrend, sondern mit dem Fahrrad auf dem Rücken oder in der Hand. Ich war also nicht der Einzige, der sich für diesen Weg entschieden hatte. Als kleiner Trost wirkte immer wieder das Panorama der Sextner Dolomiten, das am Gegenhang bestaunt werden kann.

Zahlreiches Totholz blockiert den Wanderweg.

Der Blick auf die Sextner Dolomiten entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs.

Oberhalb der Baumgrenze wurde der Weg dann wieder deutlich besser und angenehm wanderbar. Es folgt jedoch ein sehr steiler Anstieg, der mich zur Weggabelung unterhalb des Gipfelplateaus führte. Von hier aus gibt es einen Rundweg um das Gipfelplateau, von dem aus mehrere Wege auf den Gipfel führen. Ich entschied mich für den von dieser Gabelung aus direkt auf den Gipfel führenden Weg und stand kurze Zeit später am Gipfelkreuz des Hornisch Eck.

Oberhalb der Baumgrenze ist der Weg wieder deutlich angenehmer.

Das neue Gipfelkreuz auf dem Hornisch Eck.

Etwas unterhalb des Gipfels befindet sich eine alte Bunkeranlage aus dem Ersten Weltkrieg. Vom Gipfel aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Berge der Sextner Dolomiten. In der anderen Himmelsrichtung lassen sich am Horizont auch die gletscherbedeckten Gipfel des Großvenedigers und des Großglockners blicken. Im Westen sind die Ötztaler Alpen am Horizont zu sehen.

Die alte Bunkeranlage aus dem Ersten Weltkrieg unterhalb des Gipfels.

Panorama mit den Sextner Dolomiten und den Ötztaler Alpen im Hintergrund.

Während ich auf den Sonnenuntergang wartete, suchte ich mir in meiner Wanderapp bereits eine neue Route für den Rückweg raus, in der Hoffnung, dass diese bei Dunkelheit einfacher zu begehen sein wird als die vom Hinweg. 

Sonnenuntergang über den Sextner Dolomiten.

Während des Sonnenuntergangs ziehen Wolken von Südosten auf und bahnen sich ihren Weg in das Sextental. Keine gute Voraussetzung für den Rückweg, der mich zwangsläufig durch die Wolkendecke führen würde. Nahezu zeitgleich mit dem Untergang der Sonne beginnt der Mond aufzugehen und leuchtet die aufziehende Wolkendecke von oben an. Ein faszinierender Anblick.

Der Mond beleuchtet die Wolkendecke.

Der Rückweg führte mich schließlich direkt nach Süden. An einer Abzweigung wählte ich die Route Richtung der Seilbahnstation Stiergarten, die andere Abzweigung würde zur Klammbachalm führen. Von dort aus folgte ich den Serpentinen und stand plötzlich inmitten einer Kuhherde, da die Wege nachts scheinbar für die Weide geöffnet werden. Etwas weiter unterhalb wählte ich einen Wanderweg, der hangparallel durch den Wald in Richtung des Weges führt, von dem ich auf dem Hinweg abgezweigt bin. An dieser Abzweigung angekommen, war es nur noch das letzte, einfachere Stück, bis ich wieder am Ausgangspunkt der Wanderung ankam.

Hier geht’s zu den Zeitrafferaufnahmen bei YouTube:

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