Roaming Pingu on Tour

Grömitz

Ende Mai war ich in Grömitz in Schleswig-Holstein an der Ostsee unterwegs. Es war mein erster Besuch an der Ostsee, den ich mit relativ hohen Erwartungen antrat: Weite Strände, klares Meer, leckeres Essen… Die Erwartungen konnten von Grömitz jedoch nicht erfüllt werden, soviel vorab.

Der relativ schmale Strandabschnitt in Grömitz war zugestellt mit kostenpflichtigen Strandkörben, zudem ist eine Gebühr für das Betreten des Strandes zu entrichten. Das Meer war mit Algen übersät und das Essen an der Touristenpromenade…Erster Eindruck: Naja…

Als kleiner, jedoch schöner Wermutstropfen hat sich der Strandabschnitt südlich des Yachthafens entpuppt. Obwohl dieser als „Steilküste Grömitz“ angepriesen wird, gehört er schon nicht mehr zur Gemeinde Grömitz. Für reine Sonnenanbeter ist der Strandabschnitt zwar nicht geeignet, da es hier doch sehr steinig ist, gerade letzteres hatte für mich als Geomorphologe aber einen besonderen Reiz.

Der Strandabschnitt ist durchsetzt mit zahlreichen Gesteinen, die während der letzten Eiszeit von Gletschern von Skandinavien aus an die Ostseeküste Schleswig-Holsteins transportiert wurden. Der Geologe spricht von sogenannten „Findlingen“. Den Gesteinen kann man häufig ansehen, aus welcher skandinavischen Region sie kommen. Granit ist z. B. in Schweden anzutreffen, wohingegen der rote Quarzporphyr seinen Ursprung in Finnland hat.

Schon bei der Anfahrt nach Grömitz fällt das hügelige Land auf, was man an der Nordsee eher nicht erwarten würde. Es ist das typische Bild einer Moränenlandschaft, die durch die vergangenen Eiszeiten entstanden ist. Gletscher transportieren im Eis eingeschlossenes Geröll. Wenn die Gletscher schmelzen, bleiben die Geröllmassen zurück. Diese Ablagerungen werden als Moräne bezeichnet. Die Ostsee selbst ist ebenfalls Zeuge der Eiszeiten, ist sie doch aus dem abgetauten Eis der Gletscher entstanden und hat sich aus einem Eisstausee gebildet.

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